Licht virtuos komponieren – mit VIVALDI.

Ganzheitliche Lichtlösungen von Zumtobel.

VIVALDI macht alle Facetten einer Lichtlösung schon in der Planung erlebbar – und messbar. Die interaktiven Handlungsmöglichkeiten geben dem Planer die Chance, die gesamte Klaviatur der Beleuchtung zu spielen und so ganzheitliche Lichtlösungen zu entwickeln. Denn wirklich ganzheitliche Planungen stellen eine auf den Menschen ausgerichtete Balance zwischen Lichtqualität und Energieeffizienz her – die Humanergy Balance.
Ohne Licht kein Leben. Tageslicht ist die Voraussetzung für menschliches Wohlbefinden, es bestimmt und reguliert den Biorhythmus des Menschen. Dabei wechseln aktive Phasen des Tages mit Phasen der Regeneration in der Nacht. Auch tagsüber unterliegt die Aktivität dem Wandel: Auf hohe Konzentrationsfähigkeit in den Morgen- und Vormittagsstunden folgt ein Tief gegen Mittag, das dann am Nachmittag wieder einer Phase gesteigerter Leistungsfähigkeit weicht. In welchem Maße Tages- und Kunstlicht auf diese menschliche Disposition einwirken, ist in den vergangenen Jahren verstärkt erforscht worden. Ziel einer spezifischen Lichtlösung ist es, Qualität und Energieeffizienz in ihrem Wechselspiel zu optimieren. Und diese ist messbar.
Roman Brandstätter
Zumtobel Licht GmbH

Effizienz messen – mit LENI

Das perfekte Kommunikationsmittel im gesamten Planungsprozess. Mit der interaktiven Visualisierungssoftware werden dynamische Lichtlösungen zu jedem Zeitpunkt im Planungsprozess sichtbar – und messbar gemacht.
 

Dass sich Energieeffizienz relativ leicht quantifizieren lässt, ist verständlich. Die dafür verwendete Kennzahl heißt LENI (Lighting Energy Numeric Indicator) – es handelt sich um den tatsächlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Verschiedene Faktoren erlauben es, LENI zu reduzieren: Dazu zählen eine Steuerung, die sowohl auf das vorhandene Tageslicht als auf die Anwesenheit von Personen reagiert, energieeffiziente Lampen und schließlich auf die jeweiligen Anwendungen zugeschnittene Lichtlösungen.

Qualität spürbar machen – mit ELI

Dynamische (Tages-) Lichtverläufe, Farbverläufe und komplexe statische Lichtsituationen können ganz einfach mit der Visualisierungssoftware VIVALDI dargestellt werden
 

Lichtqualität hingegen ist schwerer greifbar. Doch auch dies ist mittlerweile möglich – mit ELI, dem Ergonomic Lighting Indicator. Mit Checklisten wird die ergonomische Qualität des Lichts beurteilt und auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 5 (exzellent) verortet. Dies geschieht anhand von fünf Kriterien, welche es erlauben, die physische und psychische Wirkung des Lichts zu erfassen: Sehleistung, Erscheinungsbild, Sehkomfort, Vitalität und Individualität/Flexibilität. Die fünf Werte werden in ein Diagramm in Form eines Fünfecks eingetragen, so dass sich die Qualitäten und Defizite einer bestimmten Beleuchtungssituation unmittelbar ablesen lassen. Ziel von ELI ist es, Licht ganzheitlich zu erfassen: hinsichtlich seiner visuellen Anforderung, seiner emotionalen Wirkung und seiner biologischen Funktionen. LENI und ELI stehen in Wechselbeziehung zueinander und sollten möglichst ausgewogen sein.

Beide verbinden – mit VIVALDI

 

Dabei hat sich der Umgang mit dem Licht verändert: Licht wird heute nicht mehr nur geplant, sondern komponiert ¬– und an die spezifischen Bedürfnisse des jeweiligen Ortes angepasst. Um den Umgang mit der komplexen Materie für alle an der Planung Beteiligten zu vereinfachen, hat Zumtobel eine spezielle Software entwickelt: VIVALDI.

Das Lichtplanungs-Tool

 

VIVALDI wird zur visuellen Darstellung, Entwicklung und Optimierung einer geplanten Lichtlösung genutzt, aber auch als Hilfsmittel zu deren Realisierung. So begleitet VIVALDI den Planungsprozess vom Entwurf bis zur Realisierung. Als Toolset besitzt es drei grundlegende Potenziale. Erstens ermöglicht es die interaktive Visualisierung von Beleuchtungssituationen und deren Energieoptimierung. Zweitens dient es zur Berechnung von Energieverbrauch (LENI) und Lichtqualität (ELI). Und drittens lassen sich mit VIVALDI die Kosten kalkulieren, welche durch Installation, Betrieb und Wartung der Leuchtmittel entstehen.

Beispiel: Bürobeleuchtung

 

Modellhaft lässt sich das Potenzial am Beispiel eines Gruppenbüros nachvollziehen. Der gut zwölf Meter lange und fünf Meter breite Raum mit seinen sechs Arbeitsplätzen besitzt eine Längsfront mit Fenstern, erhält also am Tage natürliches Seitenlicht. Das Beleuchtungskonzept berücksichtigt biologische, emotionale und visuelle Komponenten des Lichts.

Installiert wurden über den Arbeitsplätzen neun Leuchten, die sowohl direktes als auch indirektes Licht (reflektiert über die Decke) abgeben können. Dazu kommen je vier Strahler, welche die Stirnwände des Raums beleuchten, sowie Lichtakzente an der für die den Fenstern gegenüber liegende Längswand.

Natürliches und künstliches Licht

Ein intelligentes Lichtmanagement entspricht mit einer biodynamischen Lichtführung dem menschlichen Rhythmus („motivation cycle“); dabei muss die Beleuchtungsstärke auf dem Arbeitsplatz konstant bleiben. Morgens, wenn es draußen noch dunkel ist, wird vor allem direktes Licht eingesetzt, um den Raum zu erhellen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. In dem Maße, wie das Tageslicht zunimmt, wird der direkte Lichtanteil durch indirektes Licht überlagert; eine Balance zwischen Innen und Außen entsteht. Mittags wirken Intervalle von hoher Lichtintensität motivierend – dann, wenn die Mitarbeiter sich im Leistungstief befinden. Zur Zeit des Sonnenuntergangs schließlich ist eine Beleuchtungssituation erreicht, die der morgendlichen Stimmung entspricht.

Intelligent und sparsam

VIVALDI, das zusammen mit der auf 3D-Lichtvisualisierungen spezialisierten Firma Thomas & Gilles GmbH aus Lüdenscheid entwickelt wurde, ermöglicht es dem Nutzer, diese und andere Beleuchtungslösungen im Zeitraffer zu simulieren und zu berechnen. Der Energieverbrauch für diese Beispielsituation beträgt 44,25 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (LENI), die Lichtqualität (ELI) kann anhand des Diagramms in den Bereichen Sehkomfort, Sehqualität, Erscheinungsbild und Vitalität als hoch eingestuft werden. Aufschlussreich ist der Vergleich mit einer statischen Beleuchtungslösung: Würden nur die Leuchten über den Arbeitsplätzen installiert und jeweils morgens ein- und abends ausgeschaltet, so erhöhte sich der Energieverbrauch auf 51,65 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, und das bei deutlich geringerer Lichtqualität. Eine Kombination verschiedener Leuchten, die aber niemals zusammen eingesetzt werden, ist Voraussetzung für eine intelligente, energieeffiziente und auf das Wohl der Mitarbeiter abgestimmte Beleuchtungslösung.

Volle Kontrolle

Blieb Lichtmanagement bislang statisch, so ist dem Lichtplaner jetzt ein interaktives Hilfsmittel an die Hand gegeben, in dem sich sämtliche Komponenten und Werte verändern lassen, ohne dass der Gesamtüberblick verloren geht. VIVALDI sensibilisiert für das Thema Lichtmanagement, indem sich unterschiedliche Lichtquellen vergleichen lassen. Durch die Berücksichtigung von Tages- und Kunstlicht lassen sich Lichtlösungen optimieren, der Mehrwert einer Beleuchtungslösung kann visualisiert und berechnet werden. Den Ausgangspunkt bildet dabei die 3D-Visualisierung eines Raumes, wie man ihn mit gängigen Programmen erzeugen kann. Die Perspektive wird eingelesen und dient dann als Basis für die folgenden Berechnungen.

Architekten als Zielgruppe

VIVALDI richtet sich nicht nur an Lichtplaner, sondern auch an den nicht-spezialisierten Planer, vor allem an Architekten. Gerade dieser Anwendungsbereich ist von höchster Bedeutung, denn gemeinhin zählt Lichtplanung kaum zu den Kernkompetenzen ausgebildeter Architekten. Mit einer Referenzbibliothek stellt VIVALDI beispielhafte Lichtlösungen zur Verfügung. Angesichts der Debatte um Klimaschutz und Energieeffizienz, aber auch angesichts der Bedeutung des Lichts für das menschliche Wohlbefinden, treten diese Wissensdefizite stärker hervor denn je. Die Zeit, da Räume geplant und nach der Errichtung mehr oder minder zufällig mit Leuchtmitteln bestückt werden, sollte vorbei sein. Lichtplanung beginnt in der Entwurfsphase.

Weitere Informationen

Roman Brandstätter - Wein
Marketing Manager Indoor Architectural

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