Straßenbeleuchtung im Wandel.
Intelligente Lichtsteuerung als wirksamer Beitrag zur Reduktion von Energieverbrauch und Betriebskosten.
Licht schafft Sicherheit auf den Straßen und verschönert die Stadt. Doch in Zeiten drängender Umweltprobleme und angespannter öffentlicher Haushalte steht die städtische Außenbeleuchtung auf dem Prüfstand. Es stellt sich die Frage, ob die Kommunen alle ökonomisch sinnvollen Möglichkeiten zur Reduktion des Energieverbrauchs, zur Vermeidung von Lichtverschmutzung und zur Senkung der Betriebskosten ausgeschöpft haben.
Jörg Schneck bezweifelt dies: „Straßenbeleuchtungsanlagen“, so der Vertriebsverantwortliche der 2006 gegründeten Siteco-Tochter Siteco Control, „lassen sich heute zuverlässig zu städtischen Netzwerken umbauen, deren Chancen derzeit überhaupt noch nicht bis ins Letzte durchleuchtet wurden. Eines aber ist gewiss: Modernes Lichtmanagement birgt enorme Energiesparpotenziale.“
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| Von der Einweg-Steuerung zur Datenkommunikation. |

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Systeme zur Steuerung der Straßenbeleuchtung sind schon heute vielfach im Gebrauch. Am meisten verbreitet ist die Tonfrequenz-Rundsteuertechnik. Hierbei wird der normalen 230-Volt-Versorgungsspannung ein Signal aufmoduliert, das die Beleuchtungsanlage schaltet. Die Regelung einzelner Lichtpunkte ist mit dieser energieaufwändigen Technik allerdings nicht möglich. Außerdem funktioniert die Steuerung nur in einer Richtung, das heißt: Rückmeldungen – etwa über den Zustand der einzelnen Leuchten – werden nicht gegeben.
Siteco Control arbeitet mit der sehr viel effizienteren Powerline-Technologie, die sich seit 1990 in zahllosen Anwendungen bewährt hat. „Auch dieses Verfahren“, so Schneck, „nutzt die normale 230-Volt-Versorgungsspannung als Übertragungsmedium. Doch aufgrund einer fortgeschrittenen Modulationstechnik lassen sich große Datenmengen bei sehr geringem Energieverbrauch übertragen. Dadurch erlaubt Powerline den Ausbau der Beleuchtungsanlage zu einem Datennetzwerk mit bidirektionaler Kommunikation.“
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| Energiespitzenlast-Management. |

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Durch die Option, einzelne Lichtpunkte zu steuern und jede angeschlossene Leuchte zentral zu überwachen, eröffnen sich neue Chancen zur Energieeinsparung – etwa durch das flexible Dimmen der Beleuchtung bei geringer Verkehrsdichte oder in hellen Nächten.
Aber auch zur gezielten Vermeidung von Energiespitzen lässt sich die Steuerung einsetzen. „Energie wird heute bei Großabnehmern nicht wie im Haushalt in Form einer Flatrate eingekauft“, erläutert Schneck, „sondern wie an der Börse nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten bezogen. Hier kommen zu gewissen Zeiten Leistungspreise von bis zu zehn Euro je Kilowattstunde zustande. Man stelle sich eine Stadt mit 100000 Leuchten von je 100 Watt mittlerer Systemleistung vor. Das ergibt im Mittel einen gesamten Anschlusswert von zehn Megawatt. Durch eine Leistungsreduzierung von nur zehn Prozent in Spitzenzeiten ließe sich bereits ein Megawatt einsparen. Bei wiederkehrenden Energiespitzen kommen so erhebliche Summen zusammen.“
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| Exakte Leistungsanpassung. |
Auch zum Ausgleich planungsbedingter Überbeleuchtungseffekte kann das Dimmen einzelner Lichtpunkte dienen. „Weil die Lichtausbeute der für Straßenleuchten verwendeten Lampen im Laufe der Jahre abnimmt“, so Schneck, „müssen Beleuchtungsplaner einen so genannten Wartungsfaktor einkalkulieren: Neu installierte Leuchtmittel geben mehr Licht ab als tatsächlich benötigt, damit das Beleuchtungsniveau zur Zeit des nächsten Lampenwechsels nicht unter den geforderten Mindestwert fällt. Mittels Lichtsteuerung kann nun der Wartungsfaktor ausgeglichen werden, indem man die Beleuchtung immer auf das geforderte Niveau dimmt.“
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| Perspektiven des Lichtmanagements. |
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Weil Siteco Control standardisierte Schnittstellen und Protokolle zur Datenübertragung verwende, so Schneck, sei das System offen für die Integration weiterer Anwendungen. Der Experte führt die Parkautomaten-Steuerung und die Überwachung von Ampelanlagen als Beispiele an: „Dergleichen ließe sich mit einer vernetzten Straßenbeleuchtung viel intelligenter realisieren als es derzeit der Fall ist.“
Dass nur wenige Kommunen über die finanziellen Mittel verfügen, ihre Außenbeleuchtung von heute auf morgen komplett umzurüsten, weiß Schneck natürlich. „Trotzdem sollten die Städte schon heute die Weichen stellen für den Einstieg in die neue Technologie“, meint er. Siteco Control biete schließlich die Möglichkeit zum sukzessiven Aus- und Umbau der Beleuchtungsanlage. So könne jeder defekte Rundsteuer-Empfänger ohne weiteres durch einen Leuchtencontroller neuer Bauart ersetzt werden, der dann so lange wie ein herkömmliches Modul arbeitet, bis der endgültige Systemwechsel erfolgt. „Erneuerung ist ohnehin notwendig“, sagt Jörg Schneck. „Aber im Hinblick auf die drängenden Umweltprobleme kommt es darauf an, dem Wandel eine Perspektive in Richtung auf mehr Energieeffizienz zu geben.“
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