Veranstaltet von der Lichttechnischen Gesellschaft Österreichs
am Dienstag 16. und Mittwoch 17. Mai 2006 Bad Ischl
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Kongresshaus Bad Ischl
CD-ROM mit allen Vorträgen um 50,--
Euro (excl. MWSt.) |
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Formulare zum Downloaden:
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Vortragsinhalte:
Öffentliche Beleuchtung
Betrachtung aus der Sicht menschlicher Wahrnehmung
Franz Luisi
Die Beleuchtungspflicht öffentlicher Verkehrsflächen ist ein immer
wiederkehrendes Diskussionsthema.
Vom „Abschalten“ bis zur normgerechten Ausführung spannt sich ein breiter Bogen
von Meinungen.
Eines ist aber unbestritten, der Mensch mit seinen Fähigkeiten Informationen
aufzunehmen, sie zu verarbeiten und das Resultat in Handlungen umzusetzen ist
und muss der Mittelpunkt aller Überlegungen sein.
Es ist somit die Frage zu klären, wieweit diese unsere Fähigkeiten in der Lage
sind die immer komplexer werdenden Informationen zu erfassen und „richtig zu
handeln“.
Der derzeitige Wissensstand sollte uns anregen zu überlegen, über Gesetze und
Normen hinaus, eine Entscheidung zu treffen die unseren Fähigkeiten und
Bedürfnissen entspricht.
Ökologische Aspekte städtischer Beleuchtung am Beispiel Wien
Dipl. Ing. Dr. Nikolaus Thiemann
Mag. Christoph Unger
Auf Grund der Erweiterung des zeitlichen und örtlichen Lebensraum der
Menschen ist eine Adaptierung der neuen Umgebung notwendig. Licht trägt eine
wesentliche Rolle dazu bei. Durch Licht kann nun sowohl das Arbeiten als
auch das Freizeitvergnügen auf die nächtlichen, dunklen Stunden ausgedehnt
werden.
Was aber Sicherheit und Lebensqualität für den Einen bedeutet, bedeutet für
Andere Störungen und Belästigungen, ja sogar wesentliche Eingriffe in den
Lebensablauf.
In diesem Vortrag wird auf die möglichen störenden Auswirkungen durch Licht,
insbesondere auf den ökologischen Lebensraum eingegangen, und Lösungsansätze
am Beispiel der Stadt Wien präsentiert.
Stadtverschönerung durch Licht
Franz-Josef Müller hält den Vortrag von Herrn Fritthum
Wenn die Gebäude der Stadt Körper sind, dann ist das Licht die Seele. Anstrahlung von Gebäuden unter Berücksichtigung der Vorschriften (zB. RVS 5.512). Sowie das Einbeziehen der Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger Schritt um einen Einklang zwischen Straßen- und dekorativer Beleuchtung zu erlangen. Erklärung des Begriffes Masterplan“. Ein Projekt von der Planung bis zur Schrittweisen Realisierung. Fotos von der Kulturhauptstadt 2003 „Graz“, welche durch „Stadtverschönerung“ in neuem Glanz erstrahlt. Mit Licht können Touristen durch die Stadt gelenkt und auf interessante Bauwerke aufmerksam gemacht werden.
Stadt - Licht und Wasser - eine Herausforderung der besonderen Art
Ing. Bruno
Wintersteller
Umsetzung am Praxisbeispiel Salzburg
Brücken und Brunnen sind prägende Elemente im Stadtbild Salzburgs.
Die Salzachbrücken verbinden die durch den Fluss getrennten Teile der Stadt.
Teils filigrane Meisterwerke über der unberechenbaren Urkraft des Elementes,
teils zentrale Verkehrsadern, aber auch Wegstücke, die zum Verweilen vor der
einzigartigen Kulisse einladen. Licht in vielerlei Anwendungen ist auch hier
längst selbstverständlich geworden: Licht gibt Sicherheit und bietet Hilfe bei
der Orientierung im dunklen urbanen Umfeld. Licht ist Werkzeug um Atmosphäre und
Identität zu schaffen.
Wasser als Lebensquell zum menschlichen Gebrauch in Brunnen gefasst - über
Jahrhunderte entstandene Kunstwerke und Kulturzeugnisse. Bei Tag und besonders
in der Nacht. Lebendiges Wasser durch Licht in Szene gesetzt. Licht, das erzählt
und Wasser als Mittel um Licht greifbar zu machen. Zu den Aufgaben der
Fachdienststelle Öffentliche Beleuchtung gehört neben dem vielfältigen Spektrum
der Beleuchtung auch der Betrieb von technischen Einrichtungen in Brunnen
(Umwälzanlagen, Ventilsteuerungen, etc.). In Zeiten knapper Finanzen ist
Innovation gefordert, um die Aufgaben und Erwartungen trotzdem erfüllen zu
können. Projekte zur Energieeinsparung und zum sparsamen Umgang mit dem
Lebenselixier Wasser werden von den Spezialisten der Stadt entwickelt und
umgesetzt.
Effektive Beleuchtung der Konfliktzone Schutzweg
Ing. Christian
Richter
Herr Richter spricht über
Aktuelle gesetzliche Vorschriften für das Verhalten vor und am Schutzweg
Grundlegende Problematik von Sichtbarkeit und Erkennbarkeit, Kontrast und
Unterschiedsempfindlichkeit, Wahrnehmungsgrenzen
Stand der lichttechnischen Normung, Beleuchtung von Schutzwegen und die EN
13201, wo stehen die nationalen Regelwerke (RVS, LTG-Lichtordner, O1050)
Lösungsansätze für sicherere Gestaltung der Schutzwege, mögliche Kontrastarten
(positiver/negativer Kontrast)
Richtige Beleuchtung von Schutzwegen, spezielle SW-Leuchten (Design,
Spiegeltechnik, Blendungsbegrenzung), Betriebsmittel (Spannungsabfall, EVG,
Überspannungsschutz), Projektierungshilfen (Tabellen, PC-Tools)
Evaluierung von bestehenden Anlagen, visuelle Erfassung: Anordnung des
Schutzweges, besondere Kennzeichnung und Sicherungsmaßnahmen, Art der
Beleuchtung
Messung der Beleuchtungsqualität am Schutzweg: Beleuchtungsstärkemessung,
bildauflösende Leuchtdichtemessung (neue Möglichkeiten alle erforderlichen
Gütemerkmale bildauflösend zu messen und zu protokollieren)
Lichtemmission - Lichtimmission heute
Dipl. Ing.
Hans Werk
Licht als störender Umweltfaktor tritt in letzter Zeit zunehmend in das
Bewusstsein der Öffentlichkeit. Sogar die Gesetzgebung trifft mittlerweile
Anstalten, auch auf europäischer Ebene diesbezüglich Regelungen einzuführen.
Anhand der bekannten LiTG-Publikation "Messung und Beurteilung störender
Lichtquellen" werden die hiefür relevanten Begriffe und Messgrössen nochmals in
Erinnerung gerufen und an einigen Fallbeispielen verdeutlicht. Darüber hinaus
kann ein kurzer Überblick über weitere, in den Tätigkeitsbereich eines
Lichtgutachters geratene Kuriositäten gegeben werden. Zielsetzung des Vortrages
soll es jedenfalls sein, dem Lichttechniker die Sinnhaftigkeit seines Tuns auch
unter dem Aspekt der Berücksichtigung der nachbarschaftlichen Umgebung nahe zu
bringen.
Beleuchtung von Hochleistungswintersport-Anlagen
Franz-Josef Müller hält den Vortrag von Herrn Fritthum
Skipisten & Halfpipes
Bei Skipisten muss der Skifahrer das Gelände auf genügende Entfernung rasch und
zuverlässig beurteilen können. Hierfür ist eine gute Gleichmäßigkeit der
Leuchtdichte erforderlich; der hohe Reflexionsgrad des Schnees lässt aber eine
mäßige Ungleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke zu. Das Licht darf nicht zu
flach auf das Gelände einfallen, da sonst kleine Unebenheiten als große
Hindernisse erscheinen. Die Lichtmaste sollen außerhalb der Piste errichtet
werden, dass sie die Skiläufer nicht gefährden. Vorsicht bei
farbfernsehtauglichen Anlagen Kamerastandorte (vertikale Beleuchtungsstärke)
Skisprungschanzen
Die horizontale Beleuchtungsstärke soll in der Anlaufstrecke bis zum Übergang
konstant bleiben und anschließend stetig ansteigen, um auf dem Schanzentisch den
Höchstwert zu erreichen. Das Verhältnis zwischen Absprungkante und Hintergrund
sollte mindestens 5:1 betragen, damit der Springer die Kante deutlich erkennen
kann. Während für die Springer selbst die horizontale Beleuchtungsstärke wichtig
ist, sind die Sprungrichter, die Zuschauer und die Kamera auch die vertikalen
Beleuchtungsstärken maßgebend. Um Blendung zu vermeiden und die Schattenlänge
der Springer zu reduzieren, ist die Leuchtenhöhe möglichst groß zu wählen.
Halogen-Metalldampflampen - weitere Innovationsschritte
Dipl. Ing.
Alfred Wacker
Diese Lampenart vereint hervorragende Farbwiedergabe mit hoher Lichtausbeute
bei einer langen Lebensdauer. Aus diesen Gründen und wegen der Brillanz des
Lichts ist eine Beleuchtung mit Halogen-Metalldampflampen aus vielen Bereichen
wie z.B. der Shopbeleuchtung nicht mehr wegzudenken.
Eine Voraussetzung für diesen Siegeszug war die fortwährende Weiterentwicklung
der technologischen Möglichkeiten. In diesem Vortrag wird eine der Innovationen,
die POWERBALL-Technologie, vorgestellt und die Vorteile und Möglichkeiten dieses
Fortschritts im Detail aufgezeigt.
Anforderungen an dimmbare, elektronische Vorschaltgeräte der Zukunft
Christoph Zimmermann
In den letzten Jahren konnte seitens der Lichtregelung ein Trend, weg vom
reinen Energiespargedanken, hin zum Wohlfühlgedanken, festgestellt werden.
Diese Entwicklung schlägt sich natürlich auch auf die Anforderungen an die
Lichtsteuerung und die Betriebsgeräte nieder. Es wird notwendig sein, dem Kunden
zusätzliche Features anzubieten, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die
Industrie ist bereits jetzt in der Lage Lösungen anzubieten. Der Vortrag wird
die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen und beschreiben.
Energieeffizienz und Licht für Menschen - ein Verhältnis mit Folgen ...
Dipl. Ing.
Peter Dehoff
Nationale und internationale Direktiven und Verordnungen fordern zum
effizienten Umgang mit Energie auf, um die Treibhausgase zu reduzieren. Mit der
Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie der EU werden Maßnahmen eingeleitet, die auch
in die nationale Normung eingehen. In der neuen Norm EN 15193-1 wird dazu der
Lighting Energy Numeric Indicator definiert. Licht soll den Menschen
bestmögliche Arbeitsbedingungen gewähren und gleichzeitig auch das Wohlbefinden
begünstigen. Auch die ergonomische Qualität lässt sich durch den Ergonomic Level
Indicator beziffern. In einer Versuchseinrichtung für energetische und
raumklimatische Untersuchungen (veru) des Fraunhofer Instituts für Bauphysik
kann gezeigt werden, dass Energie und Ergonomie in einem ausgewogenen Verhältnis
die besten Beleuchtungsanlagen möglich machen.
Dynamisches Licht in der Innenraumbeleuchtung Hintergründe und Anwendungen
Kai Noack
Licht als Hauptinformationsträger zwischen Mensch und
Umwelt gewinnt als solches zunehmend an Bedeutung. In wie weit Licht die
körperlichen Prozesse steuert und in
welchen Bereichen der künstlichen Innenraumbeleuchtung Dynamisches Licht
positive Veränderungen bewirkt, sind Themen die immer mehr in den
Vordergrund rücken. Mit dem Auge als Rezeptor kann durch eine stimmige
Umgebung beim Menschen ein höheres Kaufinteresse, besseres Wohlbefinden und
gesteigerte Lernfähigkeit hervorgerufen werden. Die heutigen Erkenntnisse
auf dem Gebiet der visuellen und nichtvisuellen Wahrnehmung sind Grundlage
für die Entwicklung zukünftiger dynamischer Lichtregelungen. Es gilt das
Lichtmanagement den Beleuchtungssystemen auf ihre Anwendungsbereiche im
Innenraum zu spezifizieren.
Im Zuge des Vortrags werden Einflüsse durch Veränderung der Leuchtdichte und
der Lichtfarbe auf den Menschen klar und anhand realisierter Projekte die
gewonnenen Erfahrungen dargelegt. Dem Publikum werden Möglichkeiten zur
Farbveränderung an verschiedenen Systemen vorgestellt.
Lichtkonzept Allianz Arena, München
Dipl. Ing.
Torsten Onasch
Es wird in kurzen Worten das Architekturkonzept für die Allianz Arena aus
Sicht der Architekten erläutert, bevor näher auf die technische Umsetzung
der Fassaden - und Außenbeleuchtung eingegangen wird.
Anorganische & organische LED´s Innovation bei Lichtquellen & Displays
Dr. Roland
Heinz
Anorganische LEDs werden heutzutage für Lichtemissionen unterhalb von 550 nm meist auf der Basis von InGaN-Halbleitern und oberhalb von 550 nm auf der Basis von AlInGaP-Halbleitern hergestellt. Weiße LEDs werden durch Beschichtung blauer LEDs mit Lumineszenzfarbstoffen erzeugt, da UV-LEDs technologisch noch nicht ausgereift sind. Anorganische LEDs überzeugen bereits heute durch hohe Einzelpunkt-Leuchtdichten und Wirkungsgrade. Organische LEDs werden hingegen durch dotierte Polymer- und Oligomersysteme erzeugt, deren Schichtaufbau einfacher, kostengünstiger mit höherer lateraler Auflösung und in extrem niedrigen Einbautiefen zu realisieren ist. Der plug-in-Wirkungsgrad einer anorganischen LED, der bei Raumtemperatur je nach Lichtfarbe zwischen 10 und 50% liegt, hängt vom Heterostukturaufbau des Halbleiterchips (carrier- und optical confinement) als auch von der Temperatur der aktiven Schicht im Halbleiter-Kristall ab.
Entwicklungsfortschritte bei LED
Ing. Karim
Momen
Im Vortrag wird eingegangen auf folgende Themen:
Trends in der Chipentwicklung: kleinere Baugröße bei gleicher Leistung,
maximale Leistung bei möglichst kleiner Baugröße
Wirkungsgrade verschiedener LED Bauformen
Einsatz neuer Dünnfilmtechnologie zur Steigerung des Lichtstromes pro LED
OSTAR Lighting15W, die LED für die Allgemeinbeleuchtung
Dipl. Ing.
Elmar C. Fuchs
Seltenerd-dotierte Einkristalle, welche aus der Schmelze gezogen werden, weisen beeindruckende Fluoreszenzeigenschaften auf. Bestrahlt mit UV-Licht, emittieren diese weißes Licht sehr nahe dem Unbuntpunkt. Mögliche zukünftige Lichtquellen, die diese weiße Fluoreszenz (von z.B. pulverisierten Kristallen als Beschichtungsmaterial) ausnutzen, stellen somit eine Alternative zu herkömmlichen Hg- Leuchtstoffröhren dar, da sie Weißlicht ohne die sichtbaren Hg- Emissionlinien erzeugen können.
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