Veranstaltet von der Lichttechnischen Gesellschaft Österreichs
am Dienstag, 20. 2003 und Mittwoch, 21. Mai 2003 Graz
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Arbeiterkammersaal
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Vortragsinhalte:
Der Posttower in Bonn –
Der Einsatz von dynamischem Licht schafft lebendige Architektur.
Andreas Siegmund
Eine einzigartige Lichtinszenierung spielt sich über dem Rheinufer in Bonn in den Abendstunden ab: Ein gläserner Neubau für die Deutsche Post wird nach den Plänen des französischen Lichtkünstlers Yann Kersalé illuminiert.
Verschiedene Ebenen werden zu diesem Zweck miteinbezogen, um dem Gebäude Leben einzuhauchen.
Ortsbildgestaltung durch Aussenlichtsteuerung
Bernd Schiller
Gebäude, Denkmäler oder Brücken sind der Stolz jeder Gemeinde und werden oft durch Anstrahlungen ins rechte Licht gerückt.
Mit einem Lichtmanagementsystem kann gezielt in das Lichtbild von Außenbeleuchtungsanlagen eingegriffen werden und der Komfort und die Flexibilität im Betrieb wesentlich erhöht werden. Am Beispiel der Schemmerlbrücke in Wien wird gezeigt, welche Vorteile ein Lichtsteuerungsmanagement auf Powerlinebasis bietet und wie sich diese Funktionen
beim Einsatz in Strassenbeleuchtungsanlagen wirtschaftlich nutzen lassen.
Beleuchtung kritischer Verkehrsflächen, außerorts
Franz Luisi
Besonders im letzten Jahrzehnt sind neue Verkehrsflächen - wie Fahrbahnteiler mit/ohne Querungshilfe, Bremsinseln und Kreisverkehre – im vermehrten Maß errichtet worden.
Der Bericht umfasst zwei Forschungsarbeiten, die einerseits die Notwendigkeit einer Beleuchtungsanlage feststellen soll und anderseits mögliche Ausführungen untersucht.
Querungshilfe "Schutzweg" & Kreisverkehr
Michael Fritthum
Worauf ist bei der Errichtung einer neuen Anlage zu achten. Ö-Norm O1050, RVS 1.32 (RVS 3.961) und DIN 67 523 Beleuchtungsniveau, Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung, Kontrastwiedergabe, Wechsel der Lichtfarbe, praktische Meßmethode, einige Anwendungsbeispiele
Straßenbeleuchtung – Trends & Bedeutung moderner Leuchtmittel
Roland Heinz
Diskussion von kurz- und mittelfristigen Einsparpotenzialen durch systematischen Übergang vom Einzelwechsel zum kombinierten Gruppen-Einzelwechsel in Verbindung mit langlebigen Leuchtmitteln (SON PIA, HPL 4 Pro etc.). Emotionale Wertschöpfung als Hauptmessgröße für erfolgreiche Stadtverschönerungsmaßnahmen (Anlagenumrüstung und
-aufrüstung).
Verbindungstechnologien für öffentliche Beleuchtung
Erwin Rollema
Egal welche Verkabelung oder welcher Mast, wenn die Verbindung nicht optimal ist, wird keine Beleuchtung funktionieren.
Im Allgemeinen ist die Verbindung versteckt hinten dem Türchen zum Mast angebracht. Es passiert leider oft, dass ein Masttürchen fehlt. Es ist in diesem Zusammenhang äußerst wichtig, dass die Sicherheit des öffentlichen Raumes garantiert ist.
Auch Elektronische Verbindungen werden immer wichtiger.
In der Provinz Utrecht (die Niederlande) schalten wir auf Powerlinebasis schon seit 1 1/2 Jahren 2000 Leuchten.
Optimierung und Monitoring von Strassenbeleuchtung in steirischen Gemeinden
Christian Luttenberger
Gefördert aus Mitteln des Landes Steiermark und der Europäischen Union
Die Straßenbeleuchtung ist fallweise für bis zu 40% aller Stromkosten für öffentliche Zwecke einer Gemeinde verantwortlich. Das Bewusstsein über die umfassenden Optimierungs-Möglichkeiten in diesem Bereich ist in der Regel nicht vorhanden. Energetische und finanzielle Einsparpotenziale in den Straßenbeleuchtungen sind vorhanden und nutzbar, werden aber massiv unterschätzt. Und das große Marktangebot an Produkten und Dienstleistungen für die Optimierung, findet trotz bzw. wohl auch wegen seiner Vielfalt, nur vereinzelt Anwendung.
Als ein Ziel des Projektes sollen deshalb diese Angebote des Marktes übersichtlich dargestellt, der Zugriff, die Nutzung und die Zusammenführung mit den Wünschen und Bedürfnissen der Gemeinde erleichtert und intensiviert werden.
Neue Lichtquellen für moderne Beleuchtungsanlagen
Peter Seibert
Der Votrag behandelt den Entwicklungsstand nachstehender Lichtquellen:
Ca. 30% Energieeinsparung mit Halogen-Niedervolt Glühlampen in IRC Technik; - Halogen-Hochvolt Glühlampen in noch kompakterer Bauform; -wichtige Hinweise für den Betrieb von 16mmm L-Lampen und Erweiterung des Produktsortiments; -Kompaktleuchtstofflampen in höheren Leistungsstufen; -Halogen-Metalldampflampen mit neuer Keramikbrennertechnik und damit weiter verbesserten Produkteigenschaften; -Halogen-Metalldampflampen für offene Leuchten; -LED (Entwicklung zu größeren Leistungen und höheren Lichtausbeuten) wird in eigenen
Vorträgen behandelt.
LED – Produkte und Applikationsfelder
Roland Heinz
Technologische Grundlagen der LED wie 4-Level-Klassifizierung, Chip-Aufbau, carrier confinement, Lichtkonversion mit Fluoreszenzfarbstoffen, Temperaturabhängigkeit von Lichtstrom und Emissionswellenlänge. Vorführung und kritische Diskussion von LED-Applikationen.
Innovatives Lichtprojekt mit LED
Karim Momen
Der Vortrag erläutert ein ausgeführtes Projekt mit LED-Farblichtsteuerung.
Der Automatenbereich einer Bankfiliale der Raiffeisenlandesbank wurde als Lichttunnel ausgeführt. Kundenwunsch war es, die Farbe des Lichttunnels nach Nutzerwunsch einstellen zu können sowie automatisch ablaufende Farbänderungen abrufen zu können. Im Vortrag erfahren die ZuhörerInnen wie trotz einschränkender baulicher Gegebenheiten der Wunsch des Architekten nach gleichmäßiger Hinterleuchtung erfüllt werden konnte.
Straßenbeleuchtung mit Leuchtstofflampen
Frank Lindemuth
In der Straßenbeleuchtung Berlins sind etwa 60.000 Leuchten für Leuchtstofflampen in Betrieb. Seit Mitte der 90er Jahre werden in diesen Leuchten Long-Life Leuchtstofflampen mit Wärmestaurohr eingesetzt. Hierdurch wurde das Beleuchtungsniveau in der kalten Jahreszeit deutlich verbessert, und der Turnus für den Lampengruppenwechsel konnte von zwei Jahren auf vier Jahre verlängert werden.
ÖNorm EN 12 464 "Beleuchtung von Arbeitsplätzen in Innenräumen"
Peter Dehoff
Neue Begriffe für die Planung von Beleuchtungsanlagen sind: Wartungswert, Wartungsfaktor, Bereich der Sehaufgabe, UGR für die Blendungsbewertung, 1000 cd/m² am Bildschirmarbeitsplatz ... Die neue Norm, die die ÖNorm A 1040 ersetzt, schafft durch die Grenzwerte und den Bereich der Sehaufgabe klare Überprüfungsmöglichkeiten und größere Freiheit für die Planung.
Beleuchtung im Büro – Umsetzung der neuen Normen in praktische Anwendungen
Sylke Neumann
Die BG-Information 856 „Beleuchtung im Büro“ unterstützt Lichtplaner und
Verantwortliche in den Unternehmen bei der Umsetzung der Normen EN 12464 und E DIN 5035-7. Diese Informationsschrift wird von der LTG und der AUVA mitgetragen.
Sie gibt eine Übersicht zu den Anforderungen an die Beleuchtung von
Bildschirmarbeitsplätzen, erläutert diese und zeigt mögliche Beleuchtungslösungen für unter-schiedliche Büroraumtypen.
Active Light – Die sinnvolle Veränderung des Lichts
Gudrun Schach
Der Mensch ist geprägt durch das Tageslicht und dessen tages- und jahreszeitlich bedingten Veränderungen. Active Light ist eine Philosophie, die dieses Wechselspiel reproduziert und so dem natürlichen Verlauf des Tageslichts nahe kommt. Der Vortrag zeigt Beispiele auf und setzt sich mit dem Konzept des sich veränderbaren Lichts in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen auseinander.
Moderne Bürobeleuchtungssysteme
Hans Hasso Lange
Menschen sind verschieden. Jeder Tag verläuft anders. Arbeitsprozesse verändern sich.
Warum ist das Licht immer gleich?
Es werden zwei Lichtkonzepte diskutiert, bei denen nicht nur das Beleuchtungsniveau, sondern auch die Lichtfarbe verändert werden kann:
persönlich individuell oder automatisch zeitgesteuert.
Zur Bewertung von Lichtqualität – Neue Tages- und Kunstlichtsysteme
Christian Bartenbach
Bei der Konzeption und Ausführung von Lichtmilieus stehen im Bartenbach Lichtlabor seit jeher die Aspekte der visuellen Wahrnehmung im Mittelpunkt. Die relevanten Komponenten des Lichts, wie Intensität, Strahlungsrichtung, spektrale
Zusammensetzung, Variabilität usw. müssen nach ergonomisch-ökologischen Gesichtspunkten so aufeinander abgestimmt sein, dass die Interaktion von Licht und Material den Sehkomfort maximiert und die mentale Belastung minimiert.
Kristalle mit lichttechnisch interessanten Eigenschaften
Normlichtarten D 50 u. D 65 – das Dilemma mit den Bei der Betrachtung von Waren aller Art ist neben den
allgemeinen Qualitätsmerkmalen wie Beleuchtungsstärke und Lichtrichtung die
Farbwiedergabe ein wichtiges Kriterium. Die Normlichtarten D50 und D65 sollen
den Handel mit Produkten deren Farbe ein wichtiges Merkmal darstellt
ermöglichen bzw. erleichtern. Bei der Betrachtung von Produkten unter
Beleuchtung mit normierten Lichtquellen kann ein einheitliches Erscheinungsbild
an jedem Ort der Welt erreicht werden. Dadurch wird im internationalen Handel
die Zusammenarbeit begünstigt.
Licht als störender Umwelteinfluss
Elmar C. Fuchs
Dotierte Yttriumaluminiumborat (YAB) Einkristalle mit Chrom, Holmium und Neodym, welche aus der Schmelze gezogen werden, weisen beeindruckende
Farbwiedergabeeigenschaften auf. Unterschiedliche Kristallfarben haben ihre Ursachen in der teilweisen Übereinstimmung der schmalen Absorptionsbanden von
Neodym und Holmium (bzw. der breiteren Absorptionsbanden von Chrom) mit den Emissionsbanden der Leuchtstoffröhren. Es ist möglich, aus der Kristallfarbe bei
Beleuchtung mit bekannter Weißlichtquelle auf deren Farbwiedergabeindex zu schließen.
neuen Normen f. Colormanagement
Werner Sobotka
Wout van Bommel
Mit der Entdeckung einer neuen Photorezeptorzelle im Auge im Jahr 2002 können wir den biologischen Effekt, den Licht auf die Menschen hat, besser verstehen.
Eine Vielzahl von Forschungsprojekten, die die Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Aufmerksamkeit als Folge unterschiedlichen
Beleuchtungsverhältnissen vergleichen, sind an vielen verschiedenen Orten der Welt durchgeführt worden. Die Ergebnisse, die im Vortrag zusammengefasst werden, zeigen, dass eine gute Beleuchtung in der Tat wichtige positive Auswirkungen hat, nicht nur in visueller, sondern auch in biologischer Hinsicht.
Hans Werk
Seit einiger Zeit ist auch das Licht in die Reihe der möglichen störenden Umweltfaktoren getreten. Um dem zu begegnen, hat die Lichttechnik in Form von Richtlinien und Problemlösungen bahnbrechende Arbeit geleistet. Zunehmend reagieren sogar Behörden darauf, indem bereits in Genehmigungsverfahren auch Lichtimmissionen als Nachbarschaftseinfluss Berücksichtigung finden. Wo nicht, kommt es mitunter zu Streitfällen. Dies soll an einigen Beispielen aus der Praxis verdeutlicht werden.
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