Veranstaltet von der Lichttechnischen Gesellschaft Österreichs
am Dienstag, den 27. September 2005 in Wien

CD-ROM mit allen Vorträgen (excl. MWSt.)
| Mitglieder der LTG | 25,-- Euro |
| Nichtmitglieder: | 50,-- Euro |
| Student (mit Ausweis) | 12,50 Euro |
Bestellung: im LTG-Sekretariat oder online
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Begrüßung Hr. Schöner, Hr. Smutny LTG |
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| Fr. Prof.Mag.arch. Irmgard Frank |
Raum – Atmosphäre – Licht
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| Hr. D.I. Gernot Schach | "Lichtkunst" und "Lichttechnik" | |
| Hr. Arch. D.I. Klaus Pokorny | ||
| Mag. Gerald Peter Marko | "Lichtkunst Kunstlicht" | |
| Hr. Ing. Manfred Draxl | Licht ist sichtbar | |
| Hr. D.I. Rudolf Lamprecht | ||
| Hr. Ing. Wilhelm Egger | Außenräume mit Licht gestalten | |
| Hr. Ing. Roman Smutny | Philosophie der Lichtplanung | |
| Hr. D.I. Reinhard Vedder |
Wirtschaftlichkeit u. Einsparungspotential bei Vergabe u. Einsatz hochwertiger Leuchtmittel |
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| Fr. Mag.art. Iris Podgorschek | LICHTräume |
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Vortragsinhalte:

Fr. Prof.Mag.arch. Irmgard Frank Ordinaria f. Raumkunst u. Entwurf an der TU Graz
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Kurzfassung
"Lichtkunst" und "Lichttechnik"

Hr. D.I. Gernot Schach LTG Österreich
Das breite Band der Lichtanwendung reicht von der durch Normen definierten Lichttechnik, bei der die bekannten Gütekriterien einzuhalten sind, über die repräsentative Beleuchtung, Akzent- und Effektbeleuchtung, Bühnenbeleuchtung, bis zu den Objekten der Lichtkunst. Im repräsentativen Bereich werden anerkannte und akzeptable Beleuchtungslösungen ausgeführt die nicht unbedingt den Gütekriterien entsprechen.
Eine Stellungnahme der Vortragenden und des Auditoriums zu diesem Thema wird angeregt.

Hr. Arch. D.I. Klaus Pokorny Pokorny Lichtarchitektur
Ein Querschnitt durch die Verschiedenartigkeit von Beleuchtungsprojekten mit Beispielen aus der Praxis der letzten Jahre. Anhand von Beispielen (More London, Central Bank of Kuwait, Kältezentrale AKH Wien, Arup Fitzrovia London, etc.) soll gezeigt werden, dass "Lichtarchitektur" ein wesentliches Element in unserem Nachterleben darstellt und (fast) alle Lebensräume (Arbeitsräume) betrifft. Für erfolgreiche Konzepte und deren Umsetzung kommt es dabei sehr auf ein enges Zusammenwirken von Architekten, Lichtdesigner und Bauherrn an.
Mehr Lichtarchitektur unter http://www.pokorny.info/

Mag. Gerald Peter Marko
Unter diesem Titel wird Mag. Gerald Peter MARKO aus Graz einen Vortrag über angewandtes Licht im Bereich Museen, Galerien, also KUNST, halten.
Ausgehend von seinem aktuellsten Projekt , der Übersiedlung der zweitgrößten Sammlung alter Meister und Kunst aus dem Mittelalter in Österreich, der „Alten Galerie“ am Landesmuseum Joanneum in Graz.
Die permanente Ausstellung wird von den zu eng gewordenen Räumen im Zentrum von Graz ins prachtvolle Schloß Eggenberg am Stadtrand verlegt, wo schon das Ambiente der herrschaftlichen Anlage aus dem 16.Jahrhundert selbst einen Besuch mehr als Wert ist.
Dort entsteht zur Zeit auf 1.400 m2 im ersten Stock des Schlosses die europaweit erste permanente Ausstellung eines Museums nach „Themenkreisen“.
Aufgabe des Lichtgestalters in diesem Fall war es, neben den üblichen konservatorischen Auflagen und der lichtführungstechnischen „Pflicht“ auch die „Kür“ zu bewältigen: also das Übertragen der pro Raum vom Kuratorium vorgegebenen Themen wie Leiden, Hoffnung, Marienkult, Heiligenverehrung, Gegenreformation, neuzeitliche Aufbruchsstimmung und mehr durch eine entsprechende „Lichtstimmung“ dem Besucher gefühlsmäßig zu vermitteln.
Wie er diese – oft konträren ! – Aufgabestellungen bewältigt hat, davon berichtet Gerald Marko in seinem Vortrag.
Die „ Alte Galerie – neu in Schloß Eggenberg“ wird am 15. September 2005 eröffnet.
Gerald Peter Marko studierte an der Universität Graz und belegte an der University of Rochester und an der Columbia University Lehrgänge für angewandtes Licht in Photographie und Cinematographie. Er ist Photographenmeister und Werbegestalter.
Seit 1987 gestaltete er mehr als 25 Sonderaustellungen für Museen und Galerien, darunter so bedeutende wie „Zwischen Himmel und Erde“, Graz, 1995, „Im Hochsommer der Kunst – Egon Schiele und Zeitgenossen“, Graz, 1996, „Die FarbeN Schwarz“, Graz, 1999, „Welt-Macht-Geist“, Dresden/Zittau, 2002/2003 und „Dresscode“, Graz, 2004.
In den letzten Jahren galt sein persönliches Interesse vermehrt der reinen Lichtgestaltung, vor allem in der objektbezogenen Präsentation von zwei- und dreidimensionalen Kunstgegenständen mit dem besonderen Anliegen, oft als „verstaubt“ geltende alte Schätze für den anspruchsvoll gewordenen heutigen Besucher durch das richtige „Kunst-Licht“ zu neuem Leben zu erwecken und attraktiv zu machen.
Sein nächstes Projekt ist die Inszenierung einer neuen Lichtdramaturgie für das international bekannteste museale Aushängeschild der Stadt Graz, das „Zeughaus“, der größten in sich geschlossenen Sammlung alter Waffen und Rüstungen der Welt.

Hr. Ing. Manfred Draxl Conceptlicht GmbH
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Kurzfassung
Projekte aus 10 Jahren Architekturbeleuchtung
Tages- und Kunstlichtplanung für zeitgemäße Architektur und historische Bauten sowie Außen- und Stadträume
Die menschliche Wahrnehmung und die komplexen Zusammenhänge des visuellen Systems einerseits und die Herausforderungen der aktuellen Architektur in gestalterischer und organisatorischer Hinsicht andererseits bestimmen die Arbeit als Lichtplaner.
Projektbeispiele wie der Expo 2000 Pavillon der Christlichen Kirchen Hannover (gmp Architekten ), Metahaus Berlin (Kahlfeld, C. Fischer Architekten), Olympiastadion Berlin und ICE Bahnhöfe (gmp Architekten), Universität Brixen (Kohlmayer und Oberst Architekten), Landesberufsschule Brixen (Architekt Delueg), Landesberufsschule Bozen (Höller und Klotzner Architekten), Parkhotel Hall (Henke und Schreieck Architekten), Dom Braunschweig geben Gelegenheit die theoretischen Basisgrundlagen im gebauten Objekt wieder zu sehen.
Ziel der Planung von conceptlicht at ist es der architektonischen Gestalt eine selbstverständliche Erscheinung zu verleihen. Ein wichtiger Aspekt beim Entwurf ist hier mittels der vorhandenen Flächen ein Grundlicht zu erzeugen. Als Erstes wirkt die über große Flächen abgestrahlte Grundhelligkeit sehr angenehm, da sie Assoziationen zum Tageslicht erweckt, zum Zweiten ist mit der Aufhellung von Raumbegrenzungsflächen ein hohes Maß an Orientierung gegeben, das wiederum zum Wohlbefinden beiträgt.
Die Atmosphäre eines Raumes wird im Wesentlichen über das Licht bestimmt.
Licht ist sichtbar.
Die Geschichte vom unsichtbarem Licht

Hr. D.I. Rudolf Lamprecht Architekturbüro Lamprecht
Der Lichtplaner und Architekt spricht über verschiedene Phänomene und Erfahrungen, die er im Zuge der Planungsarbeiten mit Architekten und Bauherren gemacht hat. Er erläutert, welche Qualitätskriterien für seine Planungsarbeit allgemein entscheidend sind und zeigt an Hand von 3 völlig unterschiedlichen Projekten genauer, wie er an Problemlösungen herangeht und Ideen umsetzt.
Außenräume mit Licht gestalten

Hr. Ing. Wilhelm Egger Ing.Büro f.Lichttechn.Planung
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Kurzfassung
Licht trägt maßgeblich zur Atmosphäre im Außenraum bei Nacht bei. Das Beleuchten von Plätzen, Fassaden und Grünanlagen hilft, die Umgebung zu erkennen und das Gefühl von Sicherheit zu stärken.
So wie sich das Bild eines Platzes, einer Fassade oder Grünanlage im Tagesverlauf ändert, so vielfältig sind auch die denkbaren Beleuchtungsaspekte für die Nacht: Die Lichtrichtung, Lichtfarbe und das Verhältnis von diffusem und direktem Licht.
Der Vortrag gliedert sich in folgende Themenbereiche:
- Geschichte
- Wahrnehmung
- Lichtanwendungen
- Lichtverschmutzung
- Lichtlösungen
Wirtschaftlichkeit u. Einsparungspotential
bei Vergabe u. Einsatz hochwertiger Leuchtmittel

Hr. D.I. Reinhard Vedder Vedder Lichtmanagement
Architektur und Lichtarchitektur zeigen in der gegenwärtigen Situation analoge Entwicklungen: Wenige hervorragende Werke stehen einer ungeheuren Zahl belangloser Projekte gegenüber.
Architekten und Fachplaner kenne das Dilemma. Große und wunderbare Ziele und Visionen schei-tern in der Umsetzung oft an scheinbar rationalen und wirtschaftlichen Erfordernissen.
Bei einer Analyse der Daten moderner Lichtanlagen erweist sich, dass zwischen Langeweile und Alltäglichem einerseits und Brillanz und Lebendigkeit andererseits nur wenig wirtschaftlicher Mehr-aufwand, aber ein hohes Maß an Kreativität, Fleiß und Überzeugungskraft steckt.
Insbesondere gilt es, dem zukünftigen Nutzer zu verdeutlichen, dass seine Lichtanlage so selbst-verständlich gewartet und gepflegt werden sollte wie andere technische Anlagen - oder das eigene Auto. Die Belohnung dafür ist nicht nur eine hohe Wirtschaftlichkeit, sondern ein hohes Maß an emotionalem Komfort in unserer Umwelt.
Zum Autor
Dipl.-Ing. arch. Reinhard Vedder ist seit mehr als 20 Jahren als Lichtplaner tätig. Mit seinen Büros in Oberschleißheim/München und
Mitterberg/Gröbming plant und berät er bei Lichtanwendungen in Marketing, Architektur und Stadtgestaltung. Er ist Mitglied des GCSC German Council of Shopping Centers, der Lichttechnischen Gesellschaft Österreichs LTG und ist Dozent an der ebs European Business School Immobilienakademie, Deutschland.

Fr. Mag.art. Iris Podgorschek podpod design
Wohin soll Licht kommen, wo bleibt Schatten? Gutes
Lichtdesign beginnt dann, wenn man nicht mehr in Form (Leuchte als Objekt) oder
Zahl (flächendeckende, unstrukturierte Lichtsuppe), sondern Licht als Raum
denkt. Der LICHTraum entsteht in zuerst im Kopf, Lichtvisualisierungen
vermitteln die Idee dem Auftraggeber.
Bei diesem Vortrag werden wir anhand eines
aktuellen Projektes einen Einblick in unsere Arbeitsweise und einen Ausblick auf
die Zukunft vermitteln.
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